Advent, Advent – das Licht der Hoffnung brennt

Die Ankunft des Herrn, „Adventus Domini“ wie der gut informierte Christ weiß, steckt hinter der Weihnachtszeit. Ein Umstand, der schnell in der Vorweihnachtszeit untergeht. Mit Beginn des ersten Advents wird der Ankunft Jesu gedacht, die zu Weihnachten gefeiert wird.

Advent und die Besinnung auf das Wesentliche

Das Weihnachtsfest feiert die Geburt Jesu Christi, das weiß jedes Kind. Die Adventszeit ist die innere Vorbereitung auf diesen besonderen Tag. So sollte es sein. Heutzutage steht aber weniger der spirituelle Charakter der Adventszeit im Vordergrund, sondern vielmehr der Konsum: man erwartet die Bescherung am heiligen Abend. Bestenfalls schätzen stressgeplagte Geister die freien Tage um Weihnachten herum, aber die epochale Geburt Gottes Sohn dennoch nicht.

Warten auf Jesus, Warten auf Besserung

Dabei wird in der Adventszeit nicht nur der Geburt, sondern auch der Rückkehr von Jesus gedacht. Viele Menschen hoffen, dass Jesus bald auf die Welt zurückkehrt. Schlimm soll es davor gewesen sein, bevor Christus auf die Welt kommt. Kein Wunder also, dass die Menschen ihn am meisten erhoffen, je schlechter es ihnen geht. In gewissen Sinne ist die Adventszeit ein gewisser Spiegel dessen, denn die Weihnachtszeit ist auch eine Zeit, die Kummer lindert. Man sitzt im Kreis der Familie und kann für einige kostbare Augenblicke Sorgen und Ängste vergessen.

Hoffen, Schenken, Helfen

Selbst wenn also nicht jedem die Bedeutung der Adventszeit bewusst ist, teilen die Menschen so oder so ähnliche Hoffnungen und Wünsche: Linderung für ihre Schmerzen, Hilfe für ihre Probleme, Wärme und Liebe durch ihre Mitmenschen und nicht zuletzt durch Gott. Verurteilen wir also nicht so ohne Weiteres die Menschen, die sich etwas schenken wollen. Sich Liebe und Zuneigung gegenüber durch Schenken ausdrücken, ist eine christliche Tugend wie uns schon die drei heiligen Könige zeigten. Dennoch sollte daran erinnert sein, dass neben dem Glück, das jeder Familie zu Weihnachten zu wünschen sei, es viel Unglück unter den Menschen gibt – und dass Schenken auch „anderen helfen“ heißen kann.

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