Der Striezelmarkt in Dresden – Weihnachtsmarkt seit 1434

Zwar ist im November die Weihnachtszeit noch etwas fern, aber in wenigen Wochen werden bereits die ersten Weihnachtsmärkte ihre Tore bzw. Buden öffnen. Einer der ältesten unter ihnen ist der Striezelmarkt in Dresden.

2015 jährt sich der Striezelmarkt zum 581. Male – eine fast unglaubliche Zahl, bedenkt man, dass Weihnachtsmärkte erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts zum gebräuchlichen Bestandteil der Vorweihnachtszeit wurden. Vor rund 600 Jahren jedoch wurden bereits auf Märkten Stände zugelassen, die extra kurz vor Weihnachten kleine Geschenke für die Kinder anboten.

Am Anfang gar nicht weihnachtlich

Der Striezelmarkt selbst begann als eintägige Veranstaltung und eigentlich als Fleischmarkt. Nach der Fastenzeit vor den Feiertagen konnten die Bürger Dresdens auf diesem Markt die Festtagsbraten für Weihnachten kaufen. Neben anderen Speisen und Leckereien gelangte mit der Zeit auch der berühmte Christstollen in das Warenangebot und gab dem Markt schließlich seinen Namen, der im Mittelhochdeutschen Striezel heißt. Aus dem „Striezelmontag“ wurde schließlich ein Weihnachtsmarkt über mehrere Wochen.

Der Striezelmarkt heute

Wie auch andere traditionelle Weihnachtsmärkte hat der Striezelmarkt sein Erscheinungsbild stets gewandelt. Weitere Märkte drumherum sind dazugekommen, die aber nicht wirklich zum eigentlich Striezelmarkt gehören. Mit der weltgrößten erzgebirgischen Stufenpyramide – ganze 14,62 m hoch – und dem Angebot regionaler Köstlichkeiten hat der Markt selbst im Kern seinen sächsischen Charme behalten. Seit mehr als 10 Jahren wird der Markt mit einem ökumenischen Gottesdienst in der nahen Kreuzkirche eingeläutet – den christlichen Wurzeln des Weihnachtsfestes wird also gedacht.
Neben einem Riesenstollen zum zweiten Advent erfreuen Handwerk und traditionelle Schnitzereien den Besucher.
Der Striezelmarkt ist also für jeden eine Reise wert, der endlich wieder mal einen Weihnachtsmarkt in altem Stil sehen möchte, bei dem Tradition, regionale Spezialitäten und das Gedenken an das Christuskind noch spürbar und erlebbar sind.

Bildquelle: Marco Barnebeck / pixelio.de (99155)