Fragen an die AfD über christliche Werte

Wir fragen für Sie Vertreter der AfD nach der Bedeutung von christlichen Werten. Wir freuen uns sehr über die Teilnahme von Herrn Christoph von Mohl, von der AfD Sachsen und Mitbegründer der Gruppe Christen in der AfD, dass er sich die Zeit genommen hat, unsere Fragen zu beantworten.

Christoph von Mohl (AfD) über christliche Werte

PfC: Steht die AfD für christliche Werte?

Christoph von Mohl: Ja, natürlich. das ist aus vielen Äußerungen von führenden Mitgliedern der Partei abzulesen. Christen in der AfD haben zur weiteren Durchsetzung christlicher Werte in der Politik die ChrAfD – Christen in der AfD- gegründet.

PfC: Wenn ja, für welche?

Christoph von Mohl: Glaube, Liebe, Barmherzigkeit, Gerechtigkeit

PfC: Welche christlichen Werte haben ihre Aktualität bis heute oder vielleicht gerade heute nicht verloren?

Christoph von Mohl: Hierzu ist möglicherweise der Text aus der Bibel im Brief an die Galater im 5. Kapitel zu der Frucht des Heiligen Geistes ein hilfreicher Maßstab: “…dagegen bringt der Geist Gottes in unserem Leben nur Gutes hervor: Liebe und Freude, Frieden und Geduld, Freundlichkeit, Güte und Treue, Besonnenheit und Selbstbeherrschung.“

PfC: Spielen christliche Aspekte für die Wählerinnen und Wähler der AfD eine Rolle?

Christoph von Mohl: Aus den Wahlergebnissen und Erkenntnissen aus Gesprächen mit Freunden ist das durchaus zu schließen.

PfC: Welche Bedeutung hat das Christentum für Sie ganz persönlich?

Christoph von Mohl: Der Glaube an Jesus Christus ist das Zentrum meines Lebens, und ich versuche aus ihm heraus mein tägliches Leben zu gestalten. Man nennt gläubige Christen ja auch „Nachfolger Jesu Christi“.

PfC: Wie geht die AfD mit der zunehmenden Nicht-Religiosität der Menschen um?

Christoph von Mohl: Das ist selbstverständlich eine Herausforderung bei allen Aktivitäten und Entscheidungen. Aber die AfD ist ja keine christliche (Missions)partei, sie kann allenfalls dafür sorgen, daß christliche Aspekte des Lebens in der Politik beachtet werden.

PfC: Verändert die Zunahme unverheirateter Partnerschaften und Patch-Work-Familien die AfD-Politik?

Christoph von Mohl: Gerade hier gibt es klare Stellungnahmen z.B. im Landtagswahlprogramm der AfD Sachsen: „Die Politik hat die Familie in den letzten Jahren vernachlässigt. Wir wollen hier eine Kehrtwende herbeiführen. Wir wollen uns darum bemühen, daß junge Menschen wieder Familien gründen. Die hohe Zahl an Abtreibungen bereitet uns Sorge. Schwangere in Not müssen besser unterstützt werden. Dabei sollte die Politik die Familie in den Blick nehmen wie sie ist….. Nur die Ehe zwischen Mann und Frau kann eine Familie begründen.“

PfC: Welche besonderen Herausforderungen sind zukünftig im Rahmen der Familienpolitik zu bewältigen?

Christoph von Mohl: Hierzu äußert sich die Partei immer wieder im Sinne der Stärkung der Familien. Der Aufruf zum Wahljahr 2014 stellte unter Punkt 5 fest: „Für uns stehen Familien mit Kindern im Mittelpunkt der Politik…. Bei Steuern und Rentenberechnung muß daher die Leistung von Familien, die Kinder aufziehen, stärker als bisher berücksichtigt werden. Frauen müssen echte Wahlmöglichkeiten zwischen Beruf und der Kindererziehung haben, ohne Karrierechancen einzubüßen und bei der Rente billig abgespeist zu werden“

PfC: Wie sieht für die AfD eine ideale Partnerschaft zweier Menschen aus?

Christoph von Mohl: Was verstehen Sie hierunter? Männer mit Frauen im ehelichen Zusammenhang oder einfache Freundschaften zwischen Menschen unterschiedlichen, gleichen Geschlechtes?

PfC: Was würden sie einem christlichen Single für die Partnersuche auf den Weg geben?

Christoph von Mohl: Schau genau hin, prüfe Deinen Verstand und Dein Herz, bete vor wichtigen Entscheidungen, frage Freunde!

PfC: Wie steht die AfD zu online Singleportalen?

Christoph von Mohl: Diese sind bestimmt eine Hilfe in der heutigen Zeit, Menschen zusammenzubringen.

PfC: Was fällt Ihnen spontan zu dem Thema „Politik und Liebe“ ein?

Christoph von Mohl: Hierzu fällt mir spontan ein: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst, oder um mit dem katholischen Priester Karl Leisner, der kurz nach Kriegsende 1945 an den Folgen seiner KZ- Gefangenschaft starb, zu sprechen: “segne auch, Höchster, meine Feinde!“ Dazu gibt es z.Zt. sogar eine Post-Briefmarke.

PfC: Sehr geehrter Herr von Mohl, wir danken für das Gespräch.

Bildquelle: partnersuche-fuer-christen.de