Gelungene Themenwoche „Woran glaubst Du?“

Vom 11. bis zum 17. Juni fand in den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten die Themenwoche „Woran glaubst Du“ statt. Eine Menge Reportagen, Diskussionen und Meinungen wurden dem interessierten Fernsehzuschauer präsentiert. Was bleibt, sind neue Denkanstöße, spannende Erkenntnisse und manch nachdenkliche Geschichte.

Die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten überzeugten mit ihrer Themenwoche „Woran glaubst Du?“

Eine Woche lang konnte man der Frage „Woran glaubst Du?“ kaum entgehen, zumindest wenn man trotz des schönen Wetters hin und wieder sein Fernsehgerät eingeschaltet hatte. Bieten manche Themenwochen doch eher biedere Kost mit wenig neuen Einsichten, so zeigte sich das Thema „Glauben“ in einem breit gestreuten Licht.

Eine Erkenntnis dieser Woche war, dass Glaube viele Facetten hat – und für Menschen weltweit bezieht er sich dies nicht ausschließlich auf den kirchlichen Glauben, weder auf Buddhismus, Christentum, muslimischen oder jüdischen Glauben. Es gibt den Glauben an die wahre Liebe, an politische Ideen, an Schicksal, an einen oder mehrere Götter.

„Der gottlose Osten“

Die Themenwoche führte uns vor Augen, dass die Konfessionsverteilung in der Bundesrepublik ein klares Gefälle aufweist. Die Zahl der Konfessionslosen zeigt sich in den neuen Bundesländern um ein Vielfaches höher als im Rest unseres Landes. Im Ostteil gehören 3 von 4 Einwohner keiner Konfession an, wogegen es im Westen nur etwa eine Person von 4 ist. Die Rede ist, und das stimmt nachdenklich, vom „gottlosen Osten“. Was vielleicht sehr plakativ daherkommt, offenbart einen bedrückenden Fakt: In keiner Region der Welt besteht eine größere Konfessionslosigkeit als im Osten Deutschlands.

Vom Saulus zum Paulus

Im Kopf bleiben werden die kleinen Geschichten rund um das Thema „Glaube“. Ein Beispiel hierfür ist das Leben von Johannes Kneifel: Fünf Jahre musste er im Gefängnis verbüßen, nachdem er 1999 als aktives Mitglied der Neonazi-Szene einen Mann mit Fausthieben so schwer verletzt hatte, dass dieser starb. Während der Haft fand Kneifel zu Gott. Er studierte noch im Gefängnis Theologie und ist heute als Pastor tätig. Seine lange Reise zum christlichen Glauben hat er in seinem Buch „Vom Saulus zum Paulus“ niedergeschrieben. Glaube hatte einmal mehr Berge versetzt…

Bildquelle: Bernd Kasper / pixelio.de (685070)