Geocaching: Die Biblische Schatzsuche per GPS

„Auf den Spuren von Jesus“ bekommt jetzt eine ganz neue Bedeutung. Das Folgen des Heilands geschieht nicht durch das Lesen in Geschichtsbüchern oder beten, sondern draußen in der Natur mithilfe modernster Technik. Gemeint ist keine Exkursion, sondern eine Schnitzeljagd der ganz besonderen Art: Geocaching.

Für das Geocaching unentbehrlich: Ein GPS-Gerät

Geocaching ist in Deutschland nichts Neues, doch was hat die vor 15 Jahren aus Amerika kommende Form der modernen Schnitzeljagd mit der Bibel zu tun?

Als Geocaches bezeichnet man wasserdichte Behälter, die mit Logbuch und kleinen Gegenständen versehen sind, und an mehr oder weniger besonderen Orten deponiert sind. Findet man mittels GPS ein solches Behältnis, kann man sich in das Logbuch eintragen, einen Gegenstand daraus entnehmen und einen eigenen Gegenstand hinzufügen. Ab und zu „stolpert“ auch mal ein Nicht-Geocacher durch Zufall beim Wandern über ein solches Versteck – wenn vielleicht ein kleine Dose aus einer Baumhöhle hervorblitzt. Natürlich darf sich dann der glückliche Finder auch so in das Logbuch eintragen. Üblicherweise macht man beim Geocaching auch Fotos vom erfolgreichen Fund und präsentiert diese dann der geneigten Community im Netz.

Technikaffinität und Bibellehre – schlau kombiniert

Kluge Köpfe sind nun auf die Idee gekommen, dass man die Technikaffinität der Jugendlichen und die Bibellehre auch wunderbar miteinander kombinieren könnte. Aus dieser Idee entstand beispielweise das Geocaching Buch zur Bibel. Die dort erklärten Themencaches lassen sich vielseitig aktiv in der Kinder- und Jugendarbeit einsetzen. Dabei profitieren junge Christen von Kommunionsgruppen über Firmgruppen bis hin zu Ministranten vom biblischen Outdoor-Spaß. Mit Geocaching kommen die Jüngsten nicht nur an die frische Luft, sondern lernen spielerisch bei einer spannenden Entdeckungstour mehr über Gott und seinen Sohn. So können findige Gruppenleiter durch die Leidenschaft für Technik junger Menschen ganz neue Wege gehen und ihre Schützlinge nicht nur zu einem Geocache, sondern auch zu Gott führen.

Im Marburg-Land: Schnitzeljagd zu den 10 Geboten

Diese moderne Art der Schnitzeljagd hat auch die Jugendreferentin des evangelischen Kirchenkreises Marburg-Land, Martina Leppert, für sich und ihre Jugendgruppen entdeckt und zum Beispiel die zehn Gebote in Boxen versteckt. Um die richtige Stimmung zu schaffen, gab es zum Einstieg eine kleine Geschichte, wie es dazu kam, dass die zehn Gebote verloren gingen. Dann konnte das Abenteuer losgehen und die Jugendlichen lösten eifrig Rätsel – und suchten erfolgreich ganze 3 Stunden lang alle zehn Tafeln. So macht Bibelunterricht doch gleich noch mehr Spaß.

Bildquelle: Nils Fabisch / pixelio.de (197801)