„Tag der Autobahnkirchen 2017“ lädt zu Besinnung und Andacht ein

Am kommenden Sonntag (18. Juni) wird der „Tag der Autobahnkirchen“ 2017 gefeiert. An diesem Tag laden die Kirchen deutsche und ausländische Auto-, Motorrad – und LKW-Fahrer und -Fahrerinnen zur Andacht und zum Reisesegen ein.

Am 18. Juni 2017 laden über 40 Kirchen zum „Tag der Autobahnkirchen 2017“ ein. Im Bild die Autobahnkirche Baden-Baden.

Die Entspannung und Gelassenheit, die den Autofahrern mit auf ihren Weg gegeben wird, stellt auch einen Beitrag für mehr Verkehrssicherheit dar.

Wir haben Glück, dass wir in Deutschland leben. Warum? Weil es hier Autobahnkirchen gibt, mehr als irgendwo anders auf der Welt. Und diese „Raststätten der Seele“ sind gute Orte, um sich zu sammeln, denn sie laden zur Besinnung, Entspannung und zur Andacht ein. Dies lässt die Seele Ruhe tanken, um anschließend gelassener und rücksichtsvoller zu fahren.

Revolutionäre Idee machte Schule

Die erste Autobahnkirche wurde 1958 im schwäbischen Adelsried an der A 8 zwischen München und Stuttgart eröffnet. Was damals noch als revolutionäre und etwas absonderliche Idee galt, machte bald Schule. Inzwischen gibt es mehr als 40 davon, verstreut über das gesamte Bundesgebiet. Nicht alle davon wurden eigens für diesen Zweck erbaut. Manche Gemeinden ließen ihr Gotteshaus umwidmen oder nutzen es sowohl als Dorf- als auch als Autobahnkirche.

Strenge Kriterien für Autobahnkirchen

Als Land, welches als die Autofahrernation schlechthin gilt, überrascht es nicht, dass das Konzept selbst nur hierzulande bekannt ist. Der Titel „Autobahnkirche“ wird von der Akademie Bruderhilfe Familienfürsorge vergeben. Nicht jede Kirche darf sich nach deren Kriterien einfach in eine Autobahnkirche umbenennen, sondern muss bestimmte Auflagen erfüllen. So darf die Kirche nicht weiter als einen Kilometer von der nächsten Autobahnausfahrt entfernt sein. Darüber hinaus müssen Parkplätze vorhanden sein und WCs, deren Innenraum auch einer Bus-Reisegruppe genügend Platz bieten sollte. Vor allem aber müssen die Kirchen von mindestens acht Uhr morgens bis acht Uhr abends frei zugänglich sein. Schließlich richtet sich sicheres Fahren nicht nach Uhrzeiten.

 

Bildquelle: H.D.Volz / pixelio.de (616931)