Unser Jahresrückblick 2015

Die letzten Feste dieses Jahres liegen ganz knapp vor uns: Weihnachten vereint Besinnlichkeit und der Jahreswechsel einen Neuanfang. Doch was hielt die die Christen im Jahre 2015 in Atem, was gab Anlass zur Freude oder zur Bestürzung? In unserem Jahresüberblick fassen wir noch einmal unser Jahr 2015 zusammen.

Seid barmherzig! Und seid dankbar für alles Gute, was Euch im Leben widerfahren ist.

Christliche Aktivitäten

Für Christen gab es 2015 eine Menge Aktivitäten, bei denen man Gleichgesinnte kennenlernen und sich gemeinsam Gott nahe fühlen konnte.
Vor allem die Umwelt kam nicht zu kurz, Beten und Wandern für den Klimaschutz ermöglichte folgende Aktion: Vom 13. September bis zum 28. November konnten sich Christen aus aller Welt für mehr Klimagerechtigkeit einsetzen – das Ziel war die UN-Klimakonferenz am 30. November in Paris. Dabei hatten sie die Wahl, den ganzen Weg von stolzen 1470 km mitzupilgern oder auch einzelne Abschnitte des Weges mitzugestalten. In christlicher Gemeinschaft und für eine saubere Umwelt.

Vielen Christen liegt die Natur alsGottes ureigene Schöpfung sehr am Herzen, und so finden sich immer mehr zu Interessensgemeinschaften zusammen, um ebendiese zu schützen: Der Elbkirchentag ist dafür ein weiteres gutes Beispiel. 2015 zum siebten Mal stattgefunden, bot er Interessierten die Möglichkeit, sich ganz dem Thema „Wurzeln am Fluss“ zu widmen. Bei geführten Elbauenwanderungen konnte man bestens die wunderbare Landschaft genießen, um anschließend bei gemeinsamen Diskussionen die Zukunft der Elbe zu besprechen.

Partnersuche für Christen

Die Online-Dating-Welt verändert sich zunehmend. Neue Modelle, wie die Dating-App Tinder sind auf den Markt gekommen, sprechen jedoch ein ganz neues Zielpublikum an: Generation Facebook.

Friendscout24.de und Neu.de sind fusioniert, und auch Parship und Elitepartner sind nun unter einem Dach. Für den Nutzer soll sich jedoch nichts ändern, sogar mehr Vorteile werden genannt: Die Nutzer von Neu.de und Friendscout24 können nun auf das Angebot beider Börsen zugreifen. Für Christen also noch mehr Chancen, Gleichgesinnte mit nur einem Account zu finde.

Doch nicht nur eitel Sonnenschein herrscht im Online-Dating-Dschungel. Neben schwarzen Schafen, die den Datenschutz nicht ganz so ernst nehmen, gibt es sogar „die organisierte Sünde“: Das Seitensprung-Portal Ashley Madison bietet seinen Kunden die Möglichkeit, den Ehe-Partner zu betrügen. Mit Seitensprüngen Geld zu machen ist bereits schlimm genug, doch eine Datenlücke zerstörte das Leben vieler Familien, denn Hacker veröffentlichten User-Listen inklusive E-Mails und sexueller Vorlieben.

Christen und die Welt 2015

Für die christliche Welt war 2015 ein bewegtes Jahr. Viel passierte im Zusammenspiel mit anderen Religionen, aber auch die eigene Religion wurde zur Zielscheibe.

Je suis Charlie. „Ich bin Charlie“ – das schrieb sich nicht nur eine Nation auf die Fahnen, nachdem der grausame Anschlag auf die Redaktion des Satire-Magazins „Charlie Hebdo“ die Welt erschüttert hat. Bewaffnete Islamisten stürmen am 07. Januar die Redaktionsräume und töten 12 Menschen. 3 weitere Menschen wurden ebenfalls zum Opfer, darunter auch ein muslimischer Polizist. Dies verdeutlicht nur allzu gut, von welch blindem Hass diese Tat getragen wurde. Denn auch der Islam ist keine gewalttätige oder gewaltverherrlichende Religion, es sind immer die Menschen, die ihn dazu machen.

Trauriges ereignete sich natürlich auch in Nahost, unter anderem diese bewegende Geschichte: Der japanische Journalist Kenji Goto versuchte, seinem Freund Haruna Yukawa zu helfen, der in der Gefangenschaft des IS war. Der 1997 zum Christentum konvertierte Goto berichtete bevorzugt über das Leben in Krisenregionen Afrikas und dem Nahen Osten. Er hoffte, dass er Yukawas erneute Freilassung – er wurde von der syrischen Armee bereits einmal in Gefangenschaft genommen – bewirken könne. Dieses Mal jedoch wurde auch Goto gefangen und beide Männer wurden schließlich grausam hingerichtet. Trotz allem möchte seine Mutter keinen Rachefeldzug, sondern wünscht sich, dass die Hilfsbereitschaft und das Mitgefühl ihres Sohnes in den Köpfen der Menschen weiter existieren.

Für die pakistanische Christin Asia Bibi sah es anfangs ebenfalls nicht gut aus: Im Dezember 2014 wurde sie wegen Blasphemie zum Tode verurteilt. Sie hatte sich auf einer Farm mit anderen Arbeiterinnen gestritten und angeblich Mohammed beleidigt. Im August 2015 nun kam die Meldung, dass das Gericht den Vollzug der Todesstrafe am 22.07. ausgesetzt hätte und der Fall nun neu aufgerollt werde.

Doch auch sehr viel Positives bewegte sich innerhalb der Kirchen, so zum Beispiel genehmigte die Türkei den ersten Kirchenbau seit der Gründung der Türkischen Republik – und das ist über 90 Jahre her! Ein Meilenstein in der Völkerverständigung und Toleranz für andere Religionen im Staat am Bosporus.

Die buchstäblich grenzenlose Nächstenliebe wurde dieses Jahr besonders gebraucht: Christliche Hilfsorganisation halfen weltweit. Als z. B. die Inselgruppe Vanuato im Südpazifik von einem Zyklon verwüstet wurde, sandten mehrere christliche Hilfsorganisationen, wie World Visions oder humedica, sofort Helfer- und Ärzteteams, um beim Wiederaufbau zu helfen. Auch bei der Versorgung der Flüchtlingsströme waren Christen an vorderster Stelle, um zu helfen.

Unser Fazit

Was nicht nur für das Heilige Jahr gilt, sondern in den Herzen aller Menschen verankert sein sollte: Seid barmherzig! Und seid dankbar für alles Gute, was Euch im Leben widerfahren ist. Erfreut Euch an den kleinen Dingen, den lieben Menschen, die Euch treu begleiten und seid dankbar für jeden, der Euch mit gutem Ansinnen entgegentritt. Blickt positiv in das neue Jahr!

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