Vertrauliche Daten: Datenschützer überprüfen Online-Dating-Services

Online-Flirten und -Dating ist eigentlich eine heitere Sache, dennoch ist Vorsicht bei der Herausgabe von persönlichen Daten angebracht. Diese Sorge treibt auch die deutschen Datenschützer um, sodass diese nun 16 Online-Partnervermittlungen nach dem Umgang mit Kundendaten befragt haben.

Datenschutz bei Partnerschaftsbörsen im Fokus deutscher Aufsichtsbehörden

Auch wenn die Ergebnisse der Befragung erst in Monaten erwartet werden, sorgt sie jetzt schon für einigen Wirbel. Durchgeführt wird die Aktion von den Datenschutzbehörden der Länder Baden-Württemberg, Bayern und Hamburg.

Gesucht: ein einheitlicher Standard

Das Ziel der Kooperation der drei Länder sei ein einheitlicher Standard des Datenschutzes für den überregionalen Service von Partnervermittlungen. Denn immer wieder klagen Kunden über die Verletzung ihrer Privatsphäre. In der Regel kann diesen Menschen geholfen werden, aber es steht zu befürchten, dass viele Nutzer betroffen sind, die sich gar nicht erst Hilfe suchen. Um das mögliche Ausmaß der Datenschutzprobleme zu ermitteln, wurde in gemeinsamer Arbeit ein Fragebogen mit 25 Seiten aufgestellt, der bereits den Adressaten übermittelt wurde.

Wie wird mit den sensiblen Nutzerdaten verfahren?

Die Datenschützer konzentrieren sich bei der Untersuchung vor allem auf drei Fragen: wie transparent ist die Datenverarbeitung gegenüber dem Nutzer, wie viele Daten verlangt der Anbieter und welche Daten gelangen in die Hände Dritter? Darüber hinaus werden die Partnervermittler nach ihren Maßnahmen des Datenschutzes und auch zum Tracking der User befragt. Tracking bezeichnet das Verfolgen des Nutzerverhaltens im Netz und ist ein hochbrisantes Thema.

Nicht nur am Rechner, sondern auch Apps werden abgefragt

Klassische Onlinebörsen sind schon lange nicht mehr der alleinige Tummelplatz für Flirtende und der Markt für Apps wächst rapide. Daher fokussieren sich die Datenschutzbehörden nicht nur auf die klassischen Internetangebote, sondern auch auf Dienste, die über Smartphones, Tablets etc. erreichbar sind.

Bildquelle: pfc