Vorsicht vor Fakeprofilen in Facebook

Mit Fakeprofilen in Facebook ergaunern sich Mitglieder Zutritt in den Privatbereich anderer User. Schadsoftware und finanzielle Verluste können die Folge sein.

Das weltweit größte soziale Netzwerk Facebook hat 1,87 Milliarden Mitglieder – und dadurch Gefahren durch Fakeprofile.

Viele User haben das schon erlebt: Eine unbekannte Person schickt eine Freundschaftsanfrage auf Facebook. Oder man erhält eine Anfrage von einer Person, die bereits zum eigenen Bekanntenkreis gehört. Willigt man ein, so lauern Gefahren.

Die Diskussion über Fakenews ist zurzeit in aller Munde. Dabei können Fakeprofile in sozialen Netzwerken einen ebenso großen Schaden anrichten. Gerade auf Facebook tummeln sich Betrüger, die falsche Profile unter anderem dafür nutzen, Links zu Schadsoftware zu verbreiten oder an persönliche Daten der User zu gelangen.

War früher ein Fakeprofil meist daran zu erkennen, dass einem der anfragende User unbekannt war, so setzt sich neuerdings eine andere Masche durch: Viele Betrugsopfer bekommen Freundschaftsanfragen von Personen, mit denen sie bereits befreundet sind. Dabei handelt es sich um Kopien des eigentlichen Profils, die illegalen Zwecken dienen. Dem Betrüger ist es möglich, nach Erhalt der Handynummer des anderen Users per SMS bis zu 100 Euro von dessen Konto abzubuchen. Es handelt sich um die sogenannte „Zong-SMS“, einem Dienst von PayPal.

Fakeprofile erkennen

97 Prozent der Fakeprofile tragen einen Frauennamen. 58 Prozent der gefälschten Identitäten geben an, sowohl an Männern als auch an Frauen interessiert zu sein – bei realen Konten beträgt der Wert lediglich sechs Prozent. Auch die Anzahl der Freunde einer Person gibt Hinweise, ob es sich um ein echtes Profil handelt.

Fakeprofile haben im Durchschnitt 726 Freunde, während es bei realen Konten 130 sind.

Nicht selten zeigen die Fake-Konten ein attraktives Profilbild, was besonders Männer ansprechen soll. Privatfotos finden sich eher selten, und wenn, sind diese von anderen geklaut. Auch persönliche Daten sind rar, da die Verfasser solcher Profile sie nur notdürftig auszufüllen.

Schutz vor Facebook-Betrügern

Um sich vor den „Zong“-Betrügern zu schützen, reicht eine Änderung der Privatsphäre-Einstellungen. Hierzu muss die Sichtbarkeit der Freundesliste von „öffentlich“ auf „Freunde“ oder „nur ich“ gesetzt werden, damit kein Fremder mehr die Kontakte einsehen und daraus ein Fakeprofil erstellen kann. Ansonsten ist es ratsam, Freundschaftsanfragen erst genau zu prüfen, bevor man sie bestätigt.

Bildquelle: Alexander Klaus / pixelio.de (499328)